Jetzt hat Saison .... der Schweizer Hollunder

Alte Heilpflanze und Alleskönner: Holunder

Holunder ist eine der ältesten Heilpflanzen aus unseren Breitengraden. Eingesetzt wird sie auch als Lebensmittel oder Farbstoff. Jetzt beginnt die Ernte-Zeit der Beeren.

Holunder ist nicht gleich Holunder: Es gibt um die 25 Arten, der Schwarze Holunder ist die bekannteste davon. Schwarzer Holunder ist zudem eine der häufigsten Straucharten in Mitteleuropa. Die Sträucher können bis zu 20 Jahre alt werden und sind extrem frostbeständig.

Die Beeren und Blüten des Schwarzen Holunders sind vielseitig einsetzbar. Doch aufgepasst! Die Beeren des Schwarzen Holunders sind leicht giftig und sollten deshalb nicht roh gegessen werden. Erst nach dem Erhitzen über 80 Grad Celsius sind die Früchte ungefährlich, sonst droht die Gefahr von Erbrechen und Übelkeit.

Holunder kann als Holundersirup, Holundersaft, Likör, Gelee, Konfitüre oder Wein verwertet werden. Auch als Färbemittel gewinnt der Schwarze Holunder immer mehr an Bedeutung. Die Beeren enthalten nämlich den violetten Farbstoff Sambucyanin.

Holunderbeeren fördern die Gesundheit. Sie enthalten viel Vitamin C und B und können ab August bis September geerntet werden. Als Tee oder Saft ist der Holunder ausserdem seit jeher ein wichtiges Hausmittel bei Erkältung, Husten oder Blasenproblemen. Ein Holundertee wirkt schweiss- und wassertreibend.

Will man im Wald Holunder sammeln, sollte darauf geachtet werden, den Schwarzen Holunder nicht mit dem Roten Holunder zu verwechseln. Unter anderem durch die Farbe der Beeren lassen sich die Sträucher aber gut unterscheiden. Rote Holunderbeeren sind zudem deutlich bitterer. Vor der Zubereitung der Beeren müssen die Samenkörner des Roten Holunders entfernt werden, weil diese auch durch Erhitzen giftig bleiben. Roter Holunder hat von Juli bis August Saison. Die dritte heimische Art ist der Zwergholunder. Dieser ist jedoch ungeniessbar und immer giftig und gilt es deshalb zu meiden.

LID

(Bildquelle: pixabay)

Gitzibraten

Für 4 Personen

Zutaten

Gitzibraten - 1 kg

Salz, Pfeffer, Senf - nach Belieben

Zwiebeln, halbiert - 2 Stück

Knoblauchzehen (2-4 Stk.) - 3 Stück

Lorbeerblatt, Thymian, Rosmarin - nach Belieben

Rüebli, in Stücke geschnitten - 4 Stück

Holunderwein - 2 Deziliter

Bouillon - 2 Deziliter

Zubereitung

1. Gitzi mit Salz, Pfeffer und Senf würzen.

2. In einer Ofenform mit Bratbutter kräftig im heissen Ofen anbraten

3. Zwiebeln, Knoblauch, Gewürze und Rüebli zum Braten geben und mitrösten.

4. Mit Holunderwein und Bouillon ablöschen

5. Zugedeckt ca.40 Minuten bei 200 Grad schmoren lassen.

6. Ofen abstellen und noch ca. 15 Minuten ruhen lassen.

Sauce evtl. binden.

Autor / Quelle: Bäuerinnenverband Appenzell Innerrhoden / landwirtschaft.ch

Virginia Stoll